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Brandschutzerziehung der Feuerwehr Rhön Grabfeld

 

Bericht zum Seminar „Brandschutzerziehung 2004“

 

Frickenhausen / Rhön-Grabfeld (a.g.) 

Am 16.11.04 fand in Frickenhausen unter großer Beteilung das Brandschutzerziehungsseminar 2004 des Landkreises Rhön-Grabfled statt.

KBR Peter Bulheller konnte neben dem Seminarleiter Kreisjugendwart Arno Götz über 55 Teilnehmer/innen aus dem ganzen Landkreis begrüßen. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Referenten Kreisbrandmeister Michael Kiesel und seinem Assistenten KBM Karsten Scheuring, beide aus dem Nachbarlandkreis Bad Kissingen.

Da es im Landkreis Rhön-Grabfeld keinen Fachbereichsleiter (FBL) Brandschutzerziehung (BE) gibt, wird dieses Fachgebiet z.T. von der Kreisjugendfeuerwehr mitbetreut. So ist auch inzwischen schon wieder einige Zeit vergangen seit dem eine Veranstaltung zum Thema BE im Landkreis durchgeführt wurde und war so längst überfällig wieder mal ein Seminar dazu anzubieten. So lag es auf der Hand sich als Referenten einen Fachmann zu holen, was in der Person von KBM Michael Kiesel gelungen ist.

FBL KBM Michael Kiesel konnte anhand einer selbst entworfenen Präsentation das Konzept der BE in Bayern gekonnt darstellen. Dabei war ein Wechsel zwischen Elternabend, der BE-Durchführung für den Kindergarten und das zu beachtende Drumm-Herum nötig um einen umfassenden Einblick in dieses Konzept zu erhalten. So musste über eine Elterninformation und deren Genehmigung, dass ihr Kind an der BE teilnehmen darf, genauso gesprochen werden, wie auch eine Durchführung eines Elterabends im Detail auszusehen hat. Dabei dürfen z.B. dann Informationen über die Pflichten der Eltern auch nicht fehlen.

KBM Michael Kiesel konnte für den Bereich Kindergarten in gekonnter Art und Weise den Einsatz der Klappmaulpuppe „FIX“ vorführen und dabei wichtige Tipps geben (z.B. sollte die Puppe nicht den Kindern gegeben werden, da dann schnell durch spielen Unruhe aufkommt). Auch die Problematik der kindlichen Sprache war hier Thema. So sollte nicht z.B. über 800 Liter Wasser gesprochen werden, sondern besser diese mit 8 Badewannen voll Wasser „verbildlicht“ werden. Genauso wenig macht es Sinn beim erklären der Schaumerzeugung über Geräte wie Zumischer, Schaumrohr usw. zu sprechen. Besser ist hier der Vergleich heranzuziehen, wie Kinder daheim in der Badewanne Schaum erzeugen.

Selbstverständlich sollte neben dem Üben des Notrufes auch das Verhalten im Brandfall geübt werden, bei dieser Gelegenheit kann man auch einen mit Preßluftatmer ausgerüsteten Feuerwehrmann/frau ins Spiel bringen, um den Kindern die Angst vor diesen zu nehmen.

Das Michael Kiesel sich dem Thema der BE umfassend beschäftigt hat, zeigte auch seine tolle Ausrüstung, die er Dabei hatte. So waren neben einem selbst gebauten Feuermelder mit angeschlossener Sirene auch das selbst gebaute Rauchhaus zu begutachten.

Das mit diesem Rauchhaus nicht nur den Eltern, sondern auch den Kindern  sehr gut verdeutlicht werden kann, welche Gefahren von Rauch ausgehen wurde in einer praktischen Demonstration vorgeführt.

An diesem Abend konnte so den Teilnehmern ein umfassender Einblick in den Aufbau des Bayerischen Brandschutzerziehungskonzeptes gegeben werden. In der anschließenden Diskussion tauchte auch die Problematik der bei Veranstaltungen im KIGA oder auch Ferienprogrammen von der Feuerwehr angebotenen Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto auf. Dieses Thema muß noch im Detail mit der Polizei abgeklärt werden. Im Anschluß wurde noch der Anhänger zur Brandschutzerziehung / Brandschutzunterweisung des Landkreises KG vorgestellt.

Leider konnte aus Zeitgründen der geplante Erfahrungsaustausch in Form einer Vorstellungsrunde nicht mehr statt finden. Anhand des verteilten Vorstellungsbogens konnte allerdings eine grobe Aufnahme, der im Landkreis Rhön-Grabfeld durchgeführten BE-Maßnahmen, gemacht werden. Erstmals war bei diesem Seminar auch ein Bewertungsbogen von den Teilnehmer/innen auszufüllen.

Aufgrund der guten Kritiken im Bewertungsbogen, der Auswertung der Vorstellungsbögen und nicht zuletzt um eine Bündelung der Brandschutzerziehungsfachkräfte der örtlichen Feuerwehren zu erreichen, wird es eine Wiederholung eines solchen Seminars geben um den Erfolg dieses Seminars fortzuführen.

Nach den derzeitigen Planungen der Kreisjugendfeuerwehr soll jährlich eine solche Veranstaltung mit immer anderen Schwerpunkten zum Thema BE angeboten werden.

Ein Dankeschön gilt nicht nur den Teilnehmer/innen für ihr Interesse, sondern auch den Referenten Kiesel und Scheuring und der Feuerwehr Frickenhausen, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

 

Kreisjugendwart Arno Götz

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