WEGFURT (ZIR) "Miteinander üben und
voneinander lernen", nannte Arno Götz aus Wülfershausen,
Kreisjugendwart der Feuerwehren, die Ziele für das Zeltlager der
Jugendfeuerwehren auf dem Geisfürst in Wegfurt. Inzwischen gibt es auf
Landkreisebene 75 Jugendgruppen mit über 1000 Mitgliedern von zwölf bis
18 Jahren. Das sei eine ungemein stolze Anzahl, wie Arno Götz zufrieden
feststellte. Insgesamt 17 Gruppen mit mehr als 100 jungen Leuten waren zum
dreitägigen Zeltlager gekommen. Mit dabei war eine Abordnung der
Jugendfeuerwehr aus Heide im Dittmarschen, welche schon seit Jahren
freundschaftliche Beziehungen zur Wehr in Bischofsheim pflegt.
Echter Anschauungsunterricht
Ernsthaften Anschauungsunterricht in Sachen
Brandbekämpfung erhielten die jungen Leute dann schon unfreiwillig, als nämlich
am Samstagnachmittag nur einige hundert Meter vom Zeltplatz entfernt im
Innerort von Wegfurt zwei Scheunen nach einem Blitzeinschlag in Brand
geraten waren.
Der Samstagnachmittag stand allerdings zunächst
ganz im Zeichen des Zeltlagerpokals. Geschicklichkeit einerseits, aber
auch Wissen und technische Fertigkeiten andererseits waren da gefragt.
Jeweils sechs Teilnehmer bildeten eine Mannschaft. Nicht einfach war der
Transport eines Tischtennisballes durch einen Feuerwehrschlauch zu bewältigen
oder das Aufrollen dreier aneinander gekoppelten Schläuche zu einem Rad.
Auch das Wasserschöpfen mit fünf Eimern will gelernt sein, vor allem
dann, wenn dabei das gesamte sechsköpfige Team im Einsatz sein muss. Viel
Spaß gab es beim abschließenden "Wasserwurf" über eine zwei
Meter hohe Bretterwand. Bei den schwülen Temperaturen dieses Nachmittags
allerdings eine besonders hochwillkommene "kühlende"
Abwechslung. Die Siegerpokale am Abend wurden von Jugendwart Arno Götz
und seinem Stellvertreter Peter Schonder aus Bischofsheim überreicht.
Hierzu waren auch Kreisbrandrat Peter Bulheller und der stellvertretende Bürgermeister
Georg Seiffert erschienen.
Reibungsloser Ablauf
Er dankte den Organisatoren für einen
reibungslosen Ablauf, allen voran der Wegfurter Jugendgruppe mit ihrem
engagierten Jugendleiter Markus Zirkelbach. Das Gelände und auch die
Nutzung der Gebäude an der Geisfürsthalle wurden von der DJK Wegfurt großzügigerweise
zur Verfügung gestellt. Kreisbrandrat Peter Bulheller dankte allen
Beteiligten am Zeltlager. Mit Spannung wurden dann die Ergebnisse des
Zeltlagerpokals erwartet.
Besonders groß war die Begeisterung, als Arno Götz
den Sieger, die Jugendfeuerwehrgruppe Filke, bekannt gab. Sie gehört zu
den personell kleinsten Feuerwehren im Landkreis. Mit einem relativ großen
Abstand verwies sie nämlich die Jugendgruppe aus Windshausen auf den
zweiten und Bischofsheim auf den dritten Platz. Im kommenden Jahr, so die
Gewinner, wolle man den Pokal auf jeden Fall erfolgreich verteidigen.
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